Seidelbast

Seidelbast - Daphne

Mit etwa 50 Arten ist diese Gattung in Europa, Asien und Nordafrika beheimatet. Es gibt immergrüne und sommergrüne Typen. Sie haben kleine, stark duftende Blüten in Blütenstanden, die an den Triebspitzen sitzen. Die meisten Seidelbastarten kommen in den Bergen auf steinigem, kalkhaltigem Boden vor.

Es gibt leider wenig Bonsais, die aus Seidelbast entstanden sind. Geeignete Sorten sind:

Daphne x burkwoodi - Sommerset, diese Sorte gehört zu den problemlosen, sommergrünen Seidelbastarten. Blätter schmal, klein, dunkelgrün. Blüten in dichten Büscheln, purpurrosa, stark duftend im Mai bis Juni.
Daphne cneorum, Rosmarinseidelbast, Zwergstrauch, bis etwa 40 cm hoch, kleine, dunkelgrüne Blätter. Herrlich duftende, karminrosa Blüten von Mai bis Juni.
 

Standort: An der vollen Sonne. Im Sommer dagegen an einem halbschattigen Standort, da sonst das Erdreich zu schnell austrocknet und Wurzelschäden entstehen können.

Gestaltung/Stilarten: Ist für alle Grössen und Stilarten, ausser vielleicht der Literatenform, geeignet. Sowohl die frei aufrechte Form, der Doppelstamm, Mehrfachstämme und Saikei.

Giessen: Im Sommer den Boden gut feucht halten, es sollte keine Bodentrockenheit vorkommen. Im Winter etwas sparsamer giessen, aber nie ganz austrocknen lassen.

Düngen: Nachdem sich das Laub entfaltet hat, etwa jede zweite Woche bis Anfang September mit Flüssigdünger düngen. Düngekegeln sind auch super. (im Shop erhältlich)

Schnitt: Nach der Blüte stark zurückschneiden und dann während der Wachstumsperiode die neuen Triebe einkürzen.

Drahten: Ab Juni kann gedrahtet werden. Nach einem halben Jahr wieder entfernen, nicht einwachsen lassen. Ältere Äste sollten mit Hilfe von Spanndrahten im Frühjahr, wenn der Saftstrom die Äste wieder flexibel gemacht hat, in Form gebracht werden.

Umtopfen: Alle zwei bis drei Jahren kann umgetopft werden. Daphne liebt es nicht wenn das Wurzelwerk zu fest eingekürzt wird. Maximal 1/4 des Wurzelwerkes sollte beim Umtopfen entfernt werden. Eine wasserdurchlässige Bonsaieinheitserde wäre ideal als Erdmischung. Drainageschicht und Abdeckgitter nicht vergessen. (Im Shop erhältlich)

Wachstumsstörungen: Blattverbrennungen können bei grosser Hitze vorkommen. Standortwechsel oder leicht schattieren.

Pflanzenschutz: Läuse, Pilzkrankheiten und Virusen.

Siehe Kapitel: Pflanzenschutz

Überwinterung: Seidelbast ist bis -10°C winterfest. Temperaturen unter -5°C können allerdings im Wurzelbereich schon schädlich sein. Da unsere Bonsais in flachen Schalen stehen, ist ein Winterschutz unumgänglich. Frostfrei aufstellen aber nicht über +6°C.

 

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