Erle

Erle - Alnus

Die mit den Birken verwandten Bäume sind vorwiegend in den nördlichen gemässigten Breiten beheimatet. Die meisten Arten aus den kühleren Regionen sind laubabwerfend, wobei diese sich kaum verfärben und praktisch grün herunterfallen. Interessant ist auch, dass diese bei uns vorkommenden Erlen relativ spät im Mai austreiben. Die Heimischen Erlen benötigen keine besondere Plfege, sofern der Boden feucht und der Standort sonnig ist. Erlen sind gut schnittverträglich und eignen sich hervorragend für die Bonsaigestaltung.

Bei uns sind folgende drei Arten am meisten geeignet :

Alnus glutinosa - Schwarzerle, Die schwarzbraune Rinde ist tief gefurcht und zumeist in kleine, senkrechte Platten zersissen. Die Zweige sind klebrig und ihre Blätter sind rundlich, grün und an der Spitze oft ausgerandet. Die Schwarzerle eignet sich gut zur Gestaltung von Mehrfachstämmen, wie sie eigentlich in der Natur auch meistens anzutreffen ist. Bevorzugt feuchten Boden.

Alnus incana - Grauerle, die Grauerle unterscheidet sich von der Schwarzerle durch ihre glatte, hellgraue Rinde und eiförmigen, graugrünen, unterseits weissgrauen Laub. Bevorzugt eher trockenen Boden.

 

Alnus viridis - Grünerle, strauchartig niedergestreckter Wuchs, kleinere frischgrüne, eiförmige bis elliptische, unregelmässig scharf gesägte Belaubung.

 

 

Standort: Sonnig (Viridis halbschattig) brauchen viel Wasser und hohe Luftfeuchtigkeit, Nahe Wasser wäre ein idealer Standort, weil sie dann von der Luftfeuchtigkeit profitieren können. In der freien Natur stehen diese Bäume auch vielfach am Wasser. Im Sommer leicht schattieren, damit die Wasserverdünstung nicht zu ausgeprägt ist.

Gestaltung/Stilarten: Freie Formen sind problemlos machbar. Doppelstamm, Mehrfachstamm und windgepeitschte Formen sind die meistgeformten Stilarten.

Giessen: Weil der Wasserbedarf sehr hoch ist, sollte der Schwarz- und Grünerle im Sommer mehrmals täglich auf den Wasserhaushalt kontrolliert werden. Im Winter etwas weniger giessen, aber bestimmt nicht austrocknen lassen.

Düngen: Normalerweise müssen Erlen, damit sie mit Hilfe von Mikroorganismen den Luftstickstoff an ihren Wurzeln binden kann, kaum gedüngt werden. Wenn allerdings Mangelerscheinungen auftreten, ist eine Nachhilfe mit Bonsaiflüssigdünger angebracht.

Schnitt: - Febr./März - gut schnittverträglich, alle Formen möglich. Auch im Sommer kann geschnitten werden. Pinzieren um die Form zu behalten, sobald die Knospen zu schwellen beginnen. Ein Blattschnitt ist im Juni möglich. Wurde der Baum erst umgetopft, sollte darauf verzichtet werden.

Drahten: Vom Frühjahr bis September kann gedrahtet werden, allerdings sollte man Ende Jahr aufpassen, dass der Draht nicht einwächst. Eventuell den Draht neu anlegen.

Umtopfen: Die Umtopfhäufigkeit ist vom Alter abhängig. Jungpflanzen jährlich, ältere Bonsai alle zwei bis drei Jahre, vor dem Austrieb. Bei Wurzelschnitt die Wurzelknöllchen möglichst erhalten und wieder mit eintopfen. Mischung Akadamaerde, Sand, und Bonsaierde in gleichen Teilen. Die Schwarzerle braucht etwas mehr Sand.

Pflanzenschutz: Pflanzenschutz: Gelegentlich Zweigsterben, wegschneiden. Erlenblattbräune, austreibende Blätter werden braun. Ab und zu ein Käfer oder Blattläuse (Gegenmittel im Shop erhältlich)

Überwinterung: Die Erlen sind vollkommen winterfest, trotzdem ist es ratsam sie bei tieferen Temperaturen zu schützen. Siehe Kapitel "Standort - Einwintern und Winterquartier".

 

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