Nashi-Birne

Nashi-Birne - Pyrus pyrifolia

Nashi-Birne, auch Asienbirne genannt,  stammt aus China und Japan und kann in seiner Heimat bis zu 15 Meter hoch werden. Sie wächst ziemlich kompakt hat, längliche, scharf gezähnte glänzendgrüne Blätter, die sich im Herbst herrlich orangebronz verfärben. Die runden, ocker- bis hellgrünen Früchte mit weissem, knackigem und sehr saftigem Fruchtfleisch sind fein zu essen. Es gibt verschiedene Kulturformen wie Kosui, Hosui und Nijiseiki. Im Gegensatz zu den Kulturformen formt die Wildform nur kleine, runde Früchte, die sehr grobkörnig und hart sind. 

 

Wenn keine Jungpflanzen gefunden werden, kann durch abmoosen schöne Bonsai gewonnen werden. Siehe auch Kapitel: Abmoosen

Standort: Nashi-Birnen lieben einen sonnigen bis halbschattigen Standort und stehen gerne in schwerem, sandigem aber durchlässigem Lehmboden. Verträgen auch grosse Hitze. 

Gestaltung/Stilarten: Frei aufrechte Form, Besenform, der Doppelstamm, Kaskadeform, Mehrfachstämme und Wälder. Eigentlich sind alle Formen machbar.

Giessen: Erst wieder giessen, wenn der Boden abgetrocknet ist. Leitungswasser ist kein Problem. Im Winter etwas sparsamer giessen, aber nie ganz austrocknen lassen.

Düngen: Nachdem sich das Laub entfaltet hat etwa einen Monat lang jede Woche mit Flüssigdünger, wie dem von Hauert, düngen. Danach bis Anfang September alle vierzehn Tage. Herbstdünger (Kali-Magnesium) ist zu empfehlen.

Schnitt: Der eigentliche Schnitt erfolgt in Februar. Alle Triebe werden auf nach unterstehenden Seitentrieben abgelenkt. Im Sommer werden die sogenannten Wasserschossen, wenn sie bei dem Aufbau nicht brauchbar sind, radikal weggeschnitten. 
Wenn der Baum sich weniger gut entwickelt, nur noch schwache Äste austreiben oder das Blattwerk hellgrün wird, sollte vermehrt gedüngt und die Fruchtansätze entfernt werden. 

Siehe auch Kapitel: Form-Schnitt Laub

Drahten: ab Juni kann gedrahtet werden. Nach einem halben Jahr wieder entfernen, nicht einwachsen lassen. Ältere Äste sollten mit Hilfe von Spanndrähten im Frühjahr, wenn der Saftstrom die Äste wieder flexibel gemacht hat, in Form gebracht werden.

Umtopfen: Alle zwei bis drei Jahre im zeitigen Frühjahr mit einem Wurzelschnitt umtopfen. Eine Mischung von zwei Dritteln Akadamaerde und einem Drittel Bonsaieinheitserde wie der von Ricoter mit zusätzlich 10% Sand ist eine brauchtbare Mischung. Drainageschicht und Abdeckgitter nicht vergessen. (Im Shop erhältlich)

Wachstumsstörungen: Düngerbedingte Wachstumstörungen können auftreten.

Pflanzenschutz: Blattläuse. Schildläuse.

Siehe Kapitel: Pflanzenschutz

Überwinterung: Der Nashi-Birnbaum ist mehr oder weniger winterfest. Da unsere Bonsai in flachen Schalen stehen, ist ein Winterschutz unumgänglich. Frostfrei aufstellen aber nicht über +6°C. 

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