Granatapfel

Granatapfel - Punica granatum

Die im Mittelmeerraum und in Südasien heimische Gattung ist sommergrün mit gegenständigen, ganzrandigen Blättern. Die trompetenförmigen, leuchtend orangeroten Blüten sind sehr reizvoll. Die essbaren Früchte sind sehr geschätzt.

 

Die Zwergform Punica granatum var. Nana mit ihren orangeroten Einzelblüten und kleinen Früchten wird etwa 1 Meter hoch und eignet sich sehr als Bonsai.

Standort: Granatäpfel stehen am liebsten von Frühling bis zum Herbst an einem sonnigen bis halbschattigen Standort im Freien. Wind und Wetter vertragen sie sehr gut. Granatäpfel können auch das ganze Jahr in der Wohnung gehalten werden, sind dann allerdings etwas empfindlicher und werden oft von Schädlingen wie weissen Fliegen besucht. Sie brauchen eine Winterruhe und sollten im Winter so um 2° bis 8°C aufgestellt werden.

Gestaltung/Stilarten: Alle Wuchsformen und Stilarten lassen sich aus Granatapfel gestalten. Die Besenform sieht man am meisten, aber auch die aufrechte Form ist sehr hübsch. Die Besenform können Sie durch gezielten und häufigen Rückschnitt erreichen; dabei können Sie weitgehend auf Draht verzichten.

Giessen: Der Wasserhaushalt ist je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich. Man kann nicht sagen, es muss regelmässig gegossen werden. Lieber die Pflanze beobachten und wenn die Oberfläche der Pflanzerde leicht angetrocknet ist, wieder wässeren. Leitungswasser genügt. Im Sommer kann während der Blütenzeit der Wasserbedarf extrem hoch sein. Im Winter bei kühler Ueberwinterung das Erdsubstrat nur leicht feucht halten.

Düngen: Alle vierzehn Tage von März bis Mitte November mit einem flüssigen Bonsaidünger giessen auf nicht trockenem Boden. Im Winter muss nicht gedüngt werden. Die Düngerkegeln von Hauert für Kübelpflanzen haben sich bei Granatapfel behauptet. Tipp: Während der Blütenzeit keinen Dünger verabreichen.

Schnitt: Vor dem Austreiben im Frühjahr kann kräftig geschnitten werden. Ab einer Trieblänge von etwa 15 cm wird wieder auf 2 bis 5 Blattpaare zurückgeschnitten. Granatäpfel reagieren sehr gut auf den Schnitt und treiben nach etwa zwei Wochen schon wieder neu aus. Wenn Sie Wert auf Blüten legen, ab ca. April nicht mehr schneiden. Lassen Sie nicht allzuviele Früchte am Baum hängen, die Granatapfel verausgabt sich sonst.

Drahten: Drahten können Sie meistens nur noch die ein- bis zweijährigen Äste. Die Äste, die schon etwas älter sind, sind brüchig und können praktisch nicht oder kaum mehr gedrahtet werden. Da hilft nur noch abspannen. Die beste Zeit für das Drahten ist das Frühjahr sobald die Knospen anfangen auszutreiben. Regelmässig auf Einwachsen kontrollieren.

Umtopfen: Alle zwei bis drei Jahre werden die Bäume umgetopft; dabei wird etwa zwei Drittel der Erde entfernt. Wie im Allgemeinen üblich, ist der beste Zeitpunkt das Frühjahr kurz vor dem Austrieb. Vergessen Sie nicht einen Wurzelschnitt zu machen. Wählen Sie ein luftiges und wasserdurchlässiges Erdsubstrat. Akadamaerde, Universalerde und etwas Kies ist ok.

Wachstumsstörungen: Die Blätter hellen auf, die Blattnerven erscheinen dunkler als die Blattfläche. Hier haben wir es mit Chlorose oder Eisenmangel zu tun. Wird noch gern durch kalkhaltiges Wasser oder durch zu häufiges Giessen verursacht. Weniger giessen oder kalziumarmes Mineralwasser zum Giessen nehmen. Abhilfe schaffen auch ein oder zwei Giessbehandlungen mit Ferramin von Neudorf. Granatäpfel brauchen, damit sie gesund bleiben, eine Winterruhe. Sobald das Laub abgefallen ist, kann der Bonsai an einem kühlen und lüftigen Standort, so um 2° bis 8°C aufgestellt werden.

Pflanzenschutz: Granatäpfel können auch das ganze Jahr in der Wohnung gehalten werden, sind dann allerdings etwas empfindlicher und werden oft von Schädlingen wie weissen Fliegen besucht. (Aerofleur im Shop erhältlich)
Blattläuse - Spinnmilben

Überwinterung: Im Winter am Besten in einem kühlen Zimmer, bei Temperaturen von 2° bis 8°C, am Fenster so hell als nur möglich aufstellen.

 

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