Bayanfeige

Bayanfeige - Ficus retusa

Diese grosse Gattung besteht aus etwa 800 Arten immer- und sommergrüner Bäume, Sträucher oder Kletterpflanzen, die weltweit in den tropischen und subtropischen Regionen beheimatet sind.

Ficus retusa (microcarpa), Bayan-Feige (Lorbeerfeige) stammt aus Ostindien und Ceylon, hat dunkelgrüne, lederige Blätter, mit einer kurzen stumpfen Spitze (Lorbeer-ähnlich), und einer schönen weisslich-grauen Rinde. Bildet Luftwurzeln. Problemloser Bonai auch für relativ schlechte Standorte mit weniger guten Lichtverhältnissen.

 

Standort: Kommen mit relativ wenig Licht aus. Je heller allerdings sein Standort, desto mehr Blätter treibt er. Wenn sie im Sommer draussen stehen, dann an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Vor Windzug und Temperaturen unter 15° C schützen. Vermeiden Sie Schwankungen bezüglich Temperatur und Erdfeuchtigkeit.

Gestaltung/Stilarten: Feigen können in allen Grössen und Stilarten, ausser vielleicht Literatenform, gezogen werden. Banyan-Feige, wie Ficus retusa bilden schöne Luftwurzeln und können dadurch über Felsen gepflanzt werden.

Giessen: Im Sommer reichlich giessen, wenn das Wurzelwerk ständig zu nass oder zu trocken ist reagiert diese Banyanfeige mit Blattabwurf. Für Luftfeuchtigkeit durch übersprühen sorgen. Nehmen Sie dafür abgestandenes, kalkfreies Wasser sonst bekommen die Figusblätter weisse Kalkflecken.

Düngen: Während der Wachstumsperiode von März bis September jede Woche mit Bonsaiflüssigdünger düngen. (Im Shop erhältlich) Im Winter einmal im Monat.

Schnitt: Sobald sich drei bis vier neue Blätter gebildet haben, wieder auf ein bis zwei Blätter zurückschneiden. Schneiden Sie regelmässig, sonst treibt der Ficus aus dem alten Holz nicht mehr aus und Sie haben nur noch Blätter an den Triebspitzen. Die Schnittstellen sondern einen milchigen Gummisaft ab, wodurch diese schnell verheilen. Durch kurzes überbrausen mit kaltem Wasser kann der Saftstrom gestopt werden.

Wenn Sie einen totalen Blattschnitt machen wollen, so sollte die Pflanze in einem gesunden Zustand verkehren. Einen solchen totalen Blattschnitt können Sie bei starken Pflanzen alle drei Jahre im Sommer vornehmen. Nach etwa drei bis vier Wochen bilden sich neue Blätter, die bedeutend kleiner sind als vorher. Es kann allerdings vorkommen, dass dickere Äste nicht mehr austreiben und eindürren. Besser ist es die allzu grossen Blätter regelmässig zu entfernen.
Den Stamm können Sie rasch verdicken, wenn sie mehrere Trieben am Stamm wachsen lassen und erst dann entfernen wenn der Stamm dick genug geworden ist.

Drahten: Ist jederzeit möglich, die beste Zeit ist allerdings Juli bis August. Nach etwa sechs Monaten muss der Draht wieder entfernt werden, es sei denn es ist erwünscht, dass dieser einwächst, wodurch der Stamm oder Ast dicker wird.

Umtopfen: Alle zwei Jahre im Frühjahr kann mit einem leichten Wurzelschnitt umgetopft werden. Verwenden Sie eine gute Bonsaierde für jungere Feigen und mischen Sie für ältere Bäume ein Drittel Akadamaerde und etwas Kiryuerde bei. (Im Shop erhältlich)

 

Wachstumsstörungen: Das Kroneninnere wird kahl und die Blätter fallen massenhaft ab. Kann durch einen zu kühlen Standort oder durch zu vieles Giessen verursacht werden.

Wenn der Standort zu kühl ist, braucht der Ficus automatisch weniger Wasser. Abhilfe: Standortwechsel und den Wasserhaushalt anpassen. Erst wenn der Baum sich erholt hat, kann wieder geschnitten werden.

Die Blätter werden immer grösser und die Kronenmitte wird immer kahler. Hier haben wir es mit Lichtmangel zu tun. Standort wechseln.

Pflanzenschutz: Aufpassen vor Schildläusen. 

Überwinterung: Im Winter im Zimmer an einem vollsonnigen warmen Standort bei 16°C bis 25°C. Mindesttemperaturen nicht unter 16°C. Als Zimmerbonsai pflegen.


 

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