Fichte

Fichte - Picea

Die rund 50 Arten der Fichtenfamilie haben ihren Heimat in der gemässigten nördlichen Hemisphäre. Sie können teilweise bis zu 70 m hoch werden, sind immergrün und die Nadeln sind schraubenartig angeordnet. Einige Sorten eignen sich aufgrund ihres langsamen Wachstums und knorrigen Aussehens als Bonsai. Die Picea abies oder Gemeine Fichte hat eine Vielzahl von Zwergformen wie Picea abies Little Gem (sieht ähnlich aus wie die Picea glehnii Yatsubasa aus Japan) und eignet sich sehr gut für kleine Bonsais oder für Felsenbepfanzungen. Die Picea glehnii wird in Japan seit Anfang des 19. Jahrhunderts in der Bonsai-Kunst sehr erfolgreich verwendet, da sie sehr anspruchlos ist und auch in schlechten Böden noch gut gedeiht. Die Picea glauca Conica (Zuckerhutfichte) mit langsamem, kegelförmigem Wuchs wird oft für Gruppenbepflanzungen verwendet.

 

Standort: Volle Sonne, im Sommer halbschattig. Im Winter braucht die Fichte Winterschutz, da der Wurzelballen beim Durchfrieren kein Wasser mehr abgeben kann und die Nadeln bei eisigen Winden Schade nehmen können.

Gestaltung/Stilarten: Durch Drahten, Abspannen und Zurückschneiden sind alle Stilformen möglich. Die Besenform wird nicht leicht zu erreichen sein.

Giessen: Während des Sommers die Erde gleichmässig feucht halten, vermeiden Sie aber Staunässe. Im Winter und im Frühjahr mässig feucht halten.

Düngen: Alle 14 Tage mit Flüssigdünger vom Ende des Austriebs im Frühjahr bis Ende September. Sehr praktisch sind auch die Düngekugeln, wie Bio-Gold-Original aus Japan. (im Shop erhältlich)

Schnitt: Da in einer Astetage mehrere Äste in gleicher Höhe entspringen, ist es, vor allem im unteren Drittel des Baumes, nötig bis auf einen oder zwei Äste alle anderen zu entfernen. Die verbliebenen Äste können jetzt in die gewünschte Form gedrahtet werden. Meistens leicht abwärts geneigt, wobei die Spitzen der Äste leicht nach oben zeigen. Alle Zweigen, die nach oben wachsen oder nicht in die richtige Richtung stehen, können so gedrahtet und geformt werden. Schauen Sie von oben von der Spitze in den Baum hinein. Alle Äste sollten frei stehen, keiner sollte den anderen überdecken. Während des Austriebs werden die neuen Triebe, noch bevor sich die Nadeln abspreitzen, auf die Hälfte bis Zweidrittel zurückgenommen. Dies können Sie mit den Fingernspitzen oder mit einer Pinzette tun. Werden die Äste und Zweige zu lang, muss im Spätherbst auf kürzere benadelte Zweige zurückgeschnitten werden.

Drahten: Das Frühjahr, vor dem Austrieb ist die richtige Zeit zum Drahten. Passen Sie auf, dass keine Nadeln unter dem Draht eingeklemmt werden. Diese werden braun und es sieht nicht schön aus. Nach einem Jahr, auf alle Fälle vor dem Einwachsen, sollte der Draht weider entfernt werden.

Umtopfen: Alle zwei bis vier Jahre von Februar oder Anfang September bis Ende Oktober mit einem mässigen Wurzelschnitt. Über zehnjährige Bonsai können auch etwas länger in der Schale stehen. Nehmen Sie eine nährstoffreiche Erde. Akadamaerde mit Bonsaierde vermischt etwa 1:1 ergibt eine gute Mischung.

Wachstumsstörungen: Durch Lichtmangel werden viele Nadeln gelb und fallen ab. Standortwechsel. Verdorren oder abstossen der Nadeln im Kronenbereich wird durch zu wenig oder zu viel Wasser verursacht.

Triebsterben: ab Mai, Nadeln werden von der Basis her braun, beginnend am Grund junger Triebe. An Spitzen bleiben Nadeln am längsten haften.

Pflanzenschutz: Spinnmilben. Blattläuse, Fichtengallenlaus.

Überwinterung: Fichte sind vollkommen winterhart, nach dem Frost Wasserhaushalt kontrollieren. Bei zu lange anhaltenden Frostperioden kann der Wurzelballen austrocknen. Auch durch zuviel Regen (Staunässe) kann der Bonsai Schade nehmen. In Kellerräumen oder anderen halbdunklen, warmen Räumen dürfen Fichte auf keinen Fall überwintert werden.

 

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