Arve

Arve - Pinus cembra

Der Zirbelkiefer, Zirbel, Zirbe, Arve und auch Arbe genannte Pinus cembra ist wegen seines gefälligen, kegelförmigen Aussehens und seines dichtstehenden, blaugrünen, langlebigen Nadeln sehr beliebt. Die Bäume sind zäh und werden selten krank, nur Trockenheit macht ihnen zu schaffen.
Arve zu gestalten erfordert etwas mehr Geschick und Erfahrung als dies bei Laubgehölzen der Fall ist.

 

Standort: Arven sind sehr lichthungrige Gehölze und wünschen auch im Winter einen hellen Standort. Da die Arve bei Lichtmangel Nadeln abstösst, müssen sie unbedingt erhöht aufgestellt werden, damit die unteren Astpartien genügend Licht von unten bekommen. Stellen Sie Ihren Bonsai in genügendem Abstand von Gebäuden, Mauern und Bäumen auf, damit er ausreichend Licht bekommt.

Gestaltung/Stilarten: Durch Drahten, Abspannen und Zurückschneiden sind alle Stilformen möglich. Bizarre Formen wirken am Besten.

Giessen: Mässig, aber regelmässig. Während des Sommers die Erde gleichmässig feucht halten, vermeiden Sie aber Staunässe. Während des Streckens der Nadeln wird weniger gegossen, so bleiben die Nadeln kürzer. Im Winter und im Frühjahr mässig feucht halten.

Düngen: Während des Austriebs nicht düngen. Um den Austrieb am alten Holz anzuregen und die nötige Nadeldichte zu erreichen, ist es wichtig alle 14 Tage mit Flüssigdünger von Ende des Austriebs im Frühjahr bis Ende August zu düngen. Sehr praktisch sind auch die Düngekegeln für Kübelpflanzen von Hauert: diese wirken ca. 3 Monate und werden einfach in die Erde gesteckt.

Schnitt: Um die Nadeln kurz zu halten, Ende Juni alle zu lang ausgewachsenen Triebe bis auf ein ca. 1cm langes Reststück zurückschneiden. An dem Reststück bilden sich bald kleine Knospen, die meist erst im darauf folgenden Jahr mit kürzeren Nadeln austreiben. Von September bis November werden die Knospen mit einer Pinzette ausgeknipst. Gut platzierte und für die künftige Verzweigung interessante Knospen bleiben stehen. Sie bilden das dichte Wachstum der einzelnen Äste im kommenden Jahr. Im März/April überprüfen wir die Pflanze und unerwünschte Knospen werden ausgezupft. Im Mai, wenn sich die versteckten Knospen zu Kerzen und Jungtrieben entwickeln, müssen sie auf das passende Mass gezupft oder geschnitten werden. Meistens wird bis 2/3 abgeschnitten. Zusätzlich werden Ende August bis Anfang September die Nadeln des Vorjahres entfernt. Die Nadeln, die sich seit dem Frühjahr gebildet haben, bleiben jedoch vollzählig erhalten. Der dadurch entstandene stärkere Lichteinfall regt schlafende Augen zum Austrieb an, was die Astpolster dichter werden lässt.

Drahten: Eigentlich kann das ganze Jahr über gedrahtet werden. In der Ruheperiode, Herbst/Winter, ist es aber besser zu drahten, denn da sind die Zweige problemlos zu biegen, ohne dass viel Harz aus den eventuellen Bruchstellen läuft und die Pflanze in ihrem Wachstum gehindert wird. Achten Sie darauf, dass der Draht nicht einwächst. In der Regel wird nur mit eloxiertem Aluminiumdraht gedrahtet. Dieser lässt sich wieder leicht entfernen. 
Siehe auch: Drahten

Umtopfen: Alle zwei bis drei Jahre von Februar bis Anfang Mai und September bis Ende Oktober mit einem Wurzelschnitt. Bis zur Hälfte kann ein Wurzelschnitt vorgenommen werden. Arven lieben eine nicht zu nährstoffreiche Erde. Akadamaerde mit etwas Bonsaierde vermischt ergibt eine gute Mischung. Etwas Pilzmycel vom alten Ballen beigeben. Auch pure Kiryu-Erde eignet sich bestens. (im Shop erhältlich)

Wachstumsstörungen: Durch Staunässe oder Pilzkrankheiten im Wurzelbereich können ganze Äste verdorren. Beim Umtopfen immer ein Teil des Myzels (weisses Pilzgeflecht) wieder mit eintopfen.

Pflanzenschutz: Wollläuse - Schildläuse.

Überwinterung: Arve sind vollkommen winterhart, nach dem Frost Wasserhaushalt kontrollieren. Bei zu lange anhaltenden Frostperioden kann der Wurzelballen austrocknen. Auch durch zuviel Regen (Staunässe) kann der Bonsai Schade nehmen. In Kellerräumen oder anderen halbdunklen, warmen Räumen dürfen Arven auf keinen Fall überwintert werden.

 

 

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